Der Schleier, die Kommunionbank und das Presbyterium: Der heilige Sinn der Trennung zwischen Himmel und Erde

Einleitung: Warum haben traditionelle Kirchen „Grenzen“?

Einer der Aspekte, der Menschen beim Betreten einer alten Kirche am meisten überrascht, ist die Entdeckung, dass der Altar nicht immer vollständig zum übrigen Kirchenraum hin geöffnet war. In vielen Kirchen sind bis heute die Kommunionbank, die Stufen zum Presbyterium, Chorgitter, Abgrenzungen, die Ikonostase in den Ostkirchen oder sogar die alten liturgischen Schleier erhalten, die bestimmte Momente der Feier verhüllten.

Für viele moderne Augen, die gewohnt sind, jede Form von Trennung mit Diskriminierung oder Ausschluss gleichzusetzen, können solche Elemente den Eindruck einer distanzierten, klerikalen oder wenig einladenden Kirche erwecken. Die historische, liturgische und theologische Wirklichkeit ist jedoch genau das Gegenteil.

Diese Abgrenzungen wurden niemals geschaffen, um den Zugang zu Gott zu verhindern. Sie entstanden, um zu lehren, dass Gott unendlich heilig ist.

Die sakrale Architektur war immer eine Katechese, die aus Stein, Holz, Marmor und Licht errichtet wurde. Jede Mauer, jede Stufe, jeder Vorhang und jeder abgegrenzte Raum sprach still von einer geistlichen Wahrheit: Gott ist nahe, aber Er bleibt der Dreimalheilige.

Das Verschwinden vieler dieser Elemente im vergangenen Jahrhundert hat ganzen Generationen eine visuelle Pädagogik genommen, die fast zweitausend Jahre lang geholfen hatte, das Geheimnis der Eucharistie zu verstehen.

Das Verständnis des Sinnes von Schleier, Kommunionbank und Presbyterium bedeutet nicht, sich nach einem liturgischen Museum zu sehnen. Es bedeutet vielmehr, neu zu entdecken, wie die Kirche den Menschen immer vom Alltäglichen zum Ewigen führen wollte.


Gott hat immer das Heilige vom Profanen getrennt

Einer der häufigsten Irrtümer besteht darin zu denken, dass Trennung Spaltung bedeutet.

Doch in der Bibel bedeutet Trennung vielmehr: Weihe.

Schon das Wort „heilig“ beinhaltet genau die Vorstellung von etwas, das für Gott ausgesondert ist.

Bereits auf den ersten Seiten der Genesis begegnen wir dieser göttlichen Pädagogik.

Gott trennt:

  • das Licht von der Finsternis;
  • die oberen Wasser von den unteren Wassern;
  • das trockene Land vom Meer;
  • den Sabbat von den anderen Tagen;
  • Israel von den übrigen Völkern;
  • die Priester vom übrigen Volk;
  • den Tempel vom übrigen Jerusalem.

Die Trennung ist niemals Ausdruck von Verachtung.

Sie ist eine Weihe.

Wie der Herr sagt:

„Seid heilig, denn ich, der Herr, euer Gott, bin heilig.“

(Levitikus 19,2)

Die gesamte Heilsgeschichte ist von dieser Dynamik geprägt.

Das Heilige verschwindet nicht dadurch, dass es sich mit dem Gewöhnlichen vermischt.

Vielmehr wird das Gewöhnliche zum Heiligen emporgehoben.


Der Tempel von Jerusalem: Eine gewaltige architektonische Katechese

Um unsere Kirchen zu verstehen, müssen wir beim Tempel von Jerusalem beginnen.

Nichts in ihm war zufällig.

Es gab eine fortschreitende Ordnung heiliger Räume.

Zuerst kam der Vorhof der Heiden.

Dann der Vorhof der Frauen.

Danach der Vorhof Israels.

Anschließend der Vorhof der Priester.

Darauf folgte das Heiligtum.

Und schließlich das Allerheiligste.

Jeder dieser Räume stellte eine zunehmende Annäherung an die Gegenwart Gottes dar.

Es handelte sich nicht um ein System sozialer Klassen.

Es war eine sichtbare Darstellung des geistlichen Weges des Menschen.

Das Allerheiligste war hinter einem großen Schleier verborgen.

Dahinter befand sich die Bundeslade.

Niemand durfte dort eintreten.

Nur der Hohepriester.

Und nur einmal im Jahr.

All dies verkündete eine tiefgreifende Wahrheit:

Gott wohnt mitten unter den Menschen.

Doch Gott hört niemals auf, Gott zu sein.


Der Schleier des Tempels: Ein gewaltiges Symbol

Der Schleier des Tempels war eines der heiligsten Elemente des Judentums.

Er war nicht einfach ein Vorhang.

Er symbolisierte das Geheimnis.

Er symbolisierte die unzugängliche Herrlichkeit Gottes.

Er symbolisierte die unendliche Distanz zwischen dem Schöpfer und der Schöpfung.

Darum geschieht beim Tod Christi am Kreuz eines der beeindruckendsten Ereignisse der gesamten Heiligen Schrift.

„Und siehe, der Vorhang im Tempel riss von oben bis unten entzwei.“

(Matthäus 27,51)

Dieses Detail besitzt eine außerordentliche theologische Tiefe.

Es bedeutet nicht, dass das Geheimnis verschwunden ist.

Es bedeutet, dass Christus den Zugang zum Vater eröffnet hat.

Der alte Priesterdienst ist nicht mehr notwendig.

Christus ist der neue Tempel.

Christus ist der neue Priester.

Christus ist das neue Opfer.

Christus ist der neue Weg.

Doch die Tatsache, dass der Schleier zerriss, beseitigt nicht den heiligen Charakter des Gottesdienstes.

Sie verwandelt ihn.


Das Neue Testament bewahrt den Sinn für das Heilige

Manchmal wird behauptet, Jesus habe jede Unterscheidung zwischen dem Heiligen und dem Profanen aufgehoben.

Nichts könnte weiter vom Evangelium entfernt sein.

Jesus ermöglicht allen Menschen, sich Gott zu nähern.

Aber Er reinigt auch den Tempel.

Er vertreibt die Händler.

Er nennt ihn „das Haus meines Vaters“.

Auch die Apostel bewahren eine tiefe Ehrfurcht während des Brotbrechens.

Der heilige Paulus schreibt sehr ernste Worte über die Eucharistie:

„Wer also unwürdig das Brot isst oder den Kelch des Herrn trinkt, macht sich schuldig am Leib und Blut des Herrn.“

(1 Korinther 11,27)

Diese Worte zeigen, dass die Nähe zu Christus niemals die Notwendigkeit der Ehrfurcht beseitigt.

Im Gegenteil.

Je näher Gott kommt…

desto heiliger wird die Begegnung.


Die christlichen Kirchen haben diese Pädagogik übernommen

Seit den ersten Jahrhunderten entwickelte die christliche Architektur eine Ordnung des sakralen Raumes, die vom Tempel inspiriert und zugleich durch das Geheimnis Christi erleuchtet war.

So entstanden:

  • das Atrium;
  • das Kirchenschiff;
  • der Chor;
  • das Heiligtum;
  • das Presbyterium;
  • die Stufen zum Altar.

Dies waren keine bloßen praktischen architektonischen Lösungen.

Jeder Raum besaß eine geistliche Bedeutung.

Die gesamte Kirche stellte das Universum dar.

Das Kirchenschiff symbolisierte die pilgernde Welt.

Das Heiligtum symbolisierte den Himmel.

Der Altar symbolisierte Christus selbst.

Deshalb stieg der Priester körperlich die Stufen hinauf.

Nicht, weil er den Gläubigen überlegen wäre.

Sondern weil er sakramental im Namen Christi, des Hauptes der Kirche, handelt.


Was stellt das Presbyterium wirklich dar?

Das Presbyterium ist keine Bühne.

Es ist keine Plattform, damit alle gesehen werden können.

Es ist der Raum, der der sakramentalen Handlung vorbehalten ist.

Seine Erhöhung lehrt, dass die Liturgie ein Aufstieg zu Gott ist.

Das Buch der Offenbarung stellt die himmlische Liturgie immer wieder als eine erhabene Wirklichkeit dar.

Der irdische Altar nimmt an diesem ewigen Gottesdienst teil.

Wenn die Kirche die Heilige Messe feiert, erschafft sie nicht einfach irgendeine religiöse Veranstaltung.

Sie nimmt wirklich am ewigen Gottesdienst des Himmels teil.

Darum stellt das Presbyterium diese himmlische Dimension dar.


Die Kommunionbank: Viel mehr als eine einfache Barriere

Wahrscheinlich wurde kein architektonisches Element so missverstanden wie die Kommunionbank.

Viele betrachten sie als ein Hindernis, das die Gläubigen vom Altar fernhalten sollte.

Historisch gesehen ist jedoch genau das Gegenteil der Fall.

Die Kommunionbank war gerade der Ort, an dem das Volk die Heilige Kommunion empfing.

Sie war ein Ort der Begegnung.

Nicht der Trennung.

Sie war das christliche Gegenstück zur Schwelle eines Hauses.

Sie verhinderte nicht den Eintritt.

Sie zeigte an, dass man einen heiligen Raum betrat.

Dort kniete der Gläubige nieder.

Er wartete.

Er betete an.

Und er empfing den König des Universums.

Die Kommunionbank lehrte still, dass die Kommunion nichts Gewöhnliches war.

Sie war ein unermessliches Geschenk.


Das Knien: Die Haltung derer, die Gottes Größe erkennen

Die Kommunionbank hatte außerdem eine weitere wichtige Funktion.

Sie erleichterte den Empfang der Kommunion im Knien.

Das gebeugte Knie war immer eines der größten biblischen Zeichen der Anbetung.

Der heilige Paulus erklärt:

„Damit sich vor dem Namen Jesu jedes Knie beuge im Himmel, auf der Erde und unter der Erde.“

(Philipper 2,10)

Die Haltung des Körpers erzieht die Seele.

Nicht, weil Gott unsere Gesten benötigen würde.

Sondern weil wir das, was wir innerlich glauben, auch körperlich ausdrücken müssen.

Die Liturgie hat immer verstanden, dass auch der Körper betet.


Die Sprache des heiligen Raumes

Jede traditionelle Kirche war voller symbolischer Grenzen.

Stufen.

Gitter.

Schleier.

Lampen.

Türen.

Alle diese Elemente wiederholten dieselbe Botschaft.

Eine Kirche zu betreten bedeutet, die gewöhnliche Welt Schritt für Schritt zu verlassen und in das Reich Gottes einzutreten.

Der moderne Mensch unterscheidet kaum noch zwischen verschiedenen Räumen.

Alles scheint gleichwertig zu sein.

Die Kirche erinnert jedoch daran, dass nicht jeder Ort dieselbe Bedeutung besitzt.

Nicht jeder Raum vermittelt dieselbe Botschaft.

Die Architektur evangelisiert.


Eine Architektur, die evangelisiert

Kirchen waren niemals als einfache Versammlungssäle gedacht.

Sie waren niemals nur Treffpunkte.

Jedes Element wurde geschaffen, um die Seele zu Gott zu führen.

Die Höhe der Gewölbe erhob den Blick zum Himmel.

Die Ausrichtung nach Osten erinnerte an die Erwartung des kommenden Herrn.

Die Glasfenster ließen das Licht wie ein Bild der Gnade hindurchscheinen.

Der Weihrauch machte das zum Himmel aufsteigende Gebet sichtbar.

Die Kommunionbank kennzeichnete die Schwelle des Geheimnisses.

Das Heiligtum erinnerte an das himmlische Jerusalem.

Die Architektur sprach selbst dann, wenn niemand predigte.

Sie war eine wahre Katechese aus Stein.

Der Verlust des Sinnes für das Geheimnis

In den vergangenen Jahrzehnten wurden in vielen Kirchen Kommunionbänke, Altarschranken und andere traditionelle architektonische Elemente entfernt, um eine größere sichtbare und räumliche Beteiligung der Gläubigen zu fördern. In vielen Fällen waren diese Veränderungen das Ergebnis bestimmter pastoraler Entscheidungen oder der Renovierung von Kirchengebäuden und nicht die Folge einer allgemeinen lehramtlichen Verpflichtung.

Dennoch haben viele Seelsorger, Theologen und gläubige Katholiken darauf hingewiesen, dass dort, wo diese sichtbaren Zeichen zusammen mit Gesten der Ehrfurcht und einer fundierten Katechese über die Realpräsenz Christi in der Eucharistie verschwunden sind, häufig auch eine Schwächung des Sinnes für das Geheimnis festzustellen war. Das Verschwinden eines sichtbaren Zeichens kann es schwieriger machen, die unsichtbare Wirklichkeit zu verstehen, die dieses Zeichen ausdrücken sollte.

Die Liturgie war immer eine Sprache der Zeichen. Wenn diese Zeichen reduziert werden, benötigt die Glaubensbildung einen noch größeren katechetischen Einsatz, um dieselben Wahrheiten weiterzugeben.

Es geht dabei nicht einfach um eine Frage der Ästhetik oder um Nostalgie nach der Vergangenheit. Es geht vielmehr darum, daran zu erinnern, dass Schönheit, Harmonie, Proportion und die bewusste Gestaltung heiliger Räume pädagogische Mittel sein können, die das menschliche Herz auf Gott ausrichten.


Der christliche Schleier: Verhüllen, um zu offenbaren

Das Paradox des Christentums besteht darin, dass Gott sich häufig offenbart, indem Er sich verbirgt.

Christus wird in einem Stall geboren.

Seine Gottheit bleibt durch seine Menschheit verhüllt.

Die Eucharistie erscheint als Brot.

Doch dieses Brot ist Gott.

Die Demut des sichtbaren Zeichens vermindert nicht die Größe des Geheimnisses.

Im Gegenteil.

Sie schützt es.

Die alten liturgischen Schleier vermittelten genau diese Pädagogik.

Was verhüllt ist, verliert nicht seinen Wert.

Es gewinnt ihn.

Denn das Verborgene lädt zur Betrachtung ein.


Eine Architektur, die evangelisiert

Kirchen waren niemals als einfache Versammlungshallen gedacht.

Sie waren niemals bloße Orte des Zusammentreffens.

Jedes Element wurde geschaffen, um die Seele zu Gott zu führen.

Die Höhe der Gewölbe erhob die Augen zum Himmel.

Die Ausrichtung nach Osten erinnerte an die Erwartung des kommenden Herrn.

Die Glasfenster filterten das Licht als Bild der göttlichen Gnade.

Der Weihrauch machte die zum Himmel aufsteigenden Gebete sichtbar.

Die Kommunionbank kennzeichnete die Schwelle des Geheimnisses.

Das Heiligtum verwies auf das himmlische Jerusalem.

Die Architektur selbst sprach, auch wenn niemand predigte.

Sie war wahrhaft eine aus Stein errichtete Katechese.


Pastorale Anwendungen für den Christen von heute

Auch wenn viele Kirchen heute keine Kommunionbänke, liturgischen Schleier oder bestimmte traditionelle architektonische Elemente mehr besitzen, bleibt die Botschaft, die sie vermittelten, vollkommen aktuell.

Wir können diese Pädagogik des Geheimnisses auch heute auf viele konkrete Arten leben:

  • Die Kirche mit Sammlung betreten und bewusst vor dem Tabernakel eine Kniebeuge machen.
  • Vor und nach der Heiligen Messe Stille bewahren, um das Gebet zu fördern.
  • Eine angemessene Kleidung wählen als äußeres Zeichen des Respekts gegenüber dem heiligen Ort.
  • Sich durch regelmäßige Beichte vorbereiten, wenn dies notwendig ist, um die Heilige Eucharistie würdig zu empfangen.
  • Den Wert der eucharistischen Anbetung als Verlängerung des Messopfers wiederentdecken.
  • Kindern vermitteln, dass jede liturgische Geste eine Bedeutung besitzt, und ihnen helfen zu verstehen, dass eine Kirche kein gewöhnliches Gebäude ist, sondern das Haus Gottes.

Diese Praktiken sollen keine Distanz zwischen Gott und dem Menschen schaffen.

Vielmehr bereiten sie das Herz auf eine bewusstere Begegnung mit Demjenigen vor, der im Allerheiligsten Sakrament wahrhaft gegenwärtig bleibt.


Trennen, um zu vereinen

Es gibt ein zutiefst christliches Paradox.

Gott errichtet heilige Grenzen gerade deshalb, um uns näher zu sich zu führen.

Das Heiligtum existiert, um uns zum Altar zu führen.

Die Kommunionbank existierte, um uns zur Heiligen Kommunion zu führen.

Der Schleier bereitete den Weg für Christus.

Jede heilige Trennung hat letztlich die Gemeinschaft zum Ziel.

Der Mensch muss einen Weg gehen.

Er muss verstehen, dass die Begegnung mit Gott ihn verwandelt.

Man tritt nicht auf irgendeine Weise in das Geheimnis ein.

Man tritt ein durch den Glauben.

Durch die Demut.

Durch die Umkehr.

Durch die Anbetung.


Schluss: Den Sinn der heiligen Schwelle wiederentdecken

Wir leben in einer Kultur, die dazu neigt, alle Grenzen aufzulösen: zwischen öffentlich und privat, zwischen Wahrheit und Irrtum, zwischen dem Heiligen und dem Alltäglichen. In diesem Zusammenhang erinnern uns die alten architektonischen Formen der Kirche an eine Wahrheit, die auch heute zutiefst aktuell bleibt: Gott ist nicht einfach ein Element unter vielen in unserem Leben, sondern der Herr des Himmels und der Erde.

Der Schleier, die Kommunionbank und das Presbyterium wurden niemals geschaffen, um Mauern zwischen Gott und seinem Volk zu errichten. Sie sollten vielmehr den Blick und das Herz der Gläubigen erziehen. Sie bezeichneten eine Schwelle, die die Menschen einlud, mit Ehrfurcht, Glauben und Staunen in das Geheimnis der göttlichen Gegenwart einzutreten. Die Liturgie entfernt uns nicht von Gott; sie führt uns Schritt für Schritt in die Gemeinschaft mit Ihm ein.

Wenn die Kirche ihre Zeichen, ihre heiligen Räume und ihre Gesten sorgfältig bewahrt, hält sie nicht an einer archäologischen Vergangenheit fest. Sie vermittelt vielmehr eine geistliche Weisheit, die über Jahrhunderte hinweg gewachsen ist. Jede Stufe zum Altar, jede Verneigung, jeder Moment der Stille und jede Geste der Anbetung verkünden dieselbe Wahrheit: Der Himmel hat in Jesus Christus die Erde berührt, und in jeder Heiligen Messe sind wir eingeladen, an der ewigen Liturgie des Himmels teilzunehmen.

Die Wiederentdeckung des Sinnes dieser „heiligen Schwellen“ kann dem Christen von heute helfen, das Staunen vor der Eucharistie wiederzugewinnen, die liturgische Feier tiefer zu leben und zu verstehen, dass das Geheimnis kein Hindernis für den Glauben ist, sondern der Ort, an dem Gott sich offenbart und das menschliche Herz verwandelt.

Dort, wo die Welt eine Barriere sieht, erkennt die christliche Tradition eine offene Tür zur Begegnung mit dem lebendigen Gott, der weiterhin sein Volk ruft:

„Tretet mit Dank durch seine Tore ein, mit Lobgesang in seine Vorhöfe.“

(vgl. Psalm 100,4)

Über catholicus

Pater noster, qui es in cælis: sanc­ti­ficétur nomen tuum; advéniat regnum tuum; fiat volúntas tua, sicut in cælo, et in terra. Panem nostrum cotidiánum da nobis hódie; et dimítte nobis débita nostra, sicut et nos dimíttimus debitóribus nostris; et ne nos indúcas in ten­ta­tiónem; sed líbera nos a malo. Amen.

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