Es gibt eine weit verbreitete – und sehr verarmte – Vorstellung von der Beichte: „Ich gehe hin, sage, was ich falsch gemacht habe, werde losgesprochen und fange wieder bei null an.“ Als wäre das Sakrament eine Art schnelle Löschung der spirituellen Geschichte, eine religiöse Formalität, die es uns erlaubt, wie …
Weiterlesen »Acht Tage, um sich von Gott entflammen zu lassen: die Oktav der Anbetung des Heiligen Geistes
Eine alte Praxis … und erstaunlich aktuell In einer Kirche, die Zeiten der Verwirrung, der Hast und des inneren Lärms erlebt, mag das Sprechen von acht aufeinanderfolgenden Tagen der Anbetung des Heiligen Geistes für manche wie etwas bloß „Frommes“, aber wenig Praktisches klingen. Und doch ist genau das Gegenteil der …
Weiterlesen »Das Wort Gottes passt nicht in nur ein Buch
Warum es die Glaubenserfahrung verarmt, es auf die Bibel zu reduzieren, und wie die Kirche es seit Jahrhunderten lebendig bewahrt Es gibt Aussagen, die sehr fromm klingen, aber eine tiefe Verwirrung verbergen. Eine der am häufigsten wiederholten heutzutage lautet: „Das Wort Gottes ist die Bibel.“ Für viele Christen erscheint dies …
Weiterlesen »Wenn Gott das Chaos ordnet: Voluntas Ordinata, der Wille, der deinem Leben Sinn gibt
Wir leben in einer Zeit, die von Eile, Improvisation und einem ständigen Gefühl innerer Unordnung geprägt ist. Viele Menschen haben den Eindruck, ihr Leben sei eine Abfolge von Ereignissen ohne roten Faden: halb getroffene Entscheidungen, unverstandenes Leiden, Erfolge, die nicht erfüllen, und Misserfolge, die verwirren. In diesem Kontext bietet uns …
Weiterlesen »Wenn das Außerordentliche gewöhnlich wird: weibliche Kommunionshelferinnen, Glaube, Missbrauch und Unterscheidung in der heutigen Kirche
Es gibt Themen im Leben der Kirche, die, ohne viel Aufsehen zu erregen, die liturgische Erfahrung von Millionen Gläubigen allmählich verändert haben. Eines dieser Themen ist das der außerordentlichen Kommunionshelfer, Frauen (und Männer). Für viele ist ihre Präsenz normal; für andere eine Quelle der Verwirrung; für nicht wenige eine offene …
Weiterlesen »„Mich dürstet“: der stille Schrei der modernen Seele und die Wiederentdeckung des kontemplativen Durstes
Einleitung: ein Durst, den der Lärm nicht stillen kann Wir leben umgeben von Bildschirmen, Benachrichtigungen, Meinungen, Dringlichkeiten und ständigen Reizen. Noch nie hatten wir so viel Zugang zu Information … und paradoxerweise waren wir noch nie so zerstreut, innerlich so müde, so leer. Viele Christen – und auch viele, die …
Weiterlesen »GUY FAWKES: ZWISCHEN VERFOLGTEM GLAUBEN UND KATHOLISCHEM WIDERSTAND
Wenn das Gewissen sich nicht ergibt – nicht einmal dem Imperium Über Guy Fawkes zu sprechen, ruft heute meist Masken, Straßenproteste und systemkritische Parolen hervor. Seine Gestalt auf eine moderne Pop-Ikone zu reduzieren, ist jedoch eine schwere historische Ungerechtigkeit … und auch eine geistliche. Hinter dem stilisierten Gesicht, das heute …
Weiterlesen »Sünden gegen das Zehnte Gebot
„Du sollst nicht begehren deines Nächsten Gut“ (Ex 20,17)Ein geistlicher Leitfaden zur Läuterung des Herzens in der heutigen Welt 1. Das innerlichste Gebot … und das am meisten vergessene Das Zehnte Gebot ist wahrscheinlich eines der am meisten ignorierten und missverstandenen. Viele meinen, es „schade niemandem“, bleibe nur im Bereich …
Weiterlesen »Sünden gegen das Neunte Gebot
„Du sollst keinen unreinen Gedanken oder Begierden zustimmen“ 1. Einleitung: ein Gebot des Herzens Das Neunte Gebot gehört oft zu den vergessensten, verharmlosten oder missverstandenen, selbst unter praktizierenden Katholiken. Vielleicht, weil es nicht von sichtbaren Taten spricht, sondern von etwas Tieferem, Intimerem, Stilleren: dem menschlichen Herzen. „Ihr habt gehört, dass …
Weiterlesen »Sünden gegen das Achte Gebot
„Du sollst kein falsches Zeugnis geben gegen deinen Nächsten“ (Ex 20,16)Wahrheit, Wort und Glaubwürdigkeit im christlichen Leben 1. Das Achte Gebot: weit mehr als „nicht lügen“ Wenn wir vom Achten Gebot hören, denken viele ganz automatisch: „nicht lügen“. Doch die moralische Tradition der Kirche lehrt uns, dass dieses Gebot weit …
Weiterlesen »Sünden gegen das Siebte Gebot
„Du sollst nicht stehlen“ (Exodus 20,15) 1. Einleitung: Ein Gebot, aktueller als wir denken Wenn wir das Siebte Gebot – „Du sollst nicht stehlen“ – hören, denken viele sofort: „Das betrifft mich nicht, ich bin kein Dieb.“ Diese Sichtweise ist jedoch viel zu oberflächlich und gefährlich für das geistliche Leben. …
Weiterlesen »Sünden gegen das Sechste Gebot: „Du sollst nicht die Ehe brechen“ (Ex 20,14)
Ein klarer, tiefgehender und zeitgemäßer Leitfaden zur Bewahrung der Reinheit des Herzens 1. Das Sechste Gebot: weit mehr als „Du sollst nicht die Ehe brechen“ Das Sechste Gebot wird häufig – fälschlicherweise – auf ein bloß äußeres Verbot reduziert: „Du sollst nicht die Ehe brechen.“ In der beständigen Lehre der …
Weiterlesen »Sünden gegen das Fünfte Gebot: „Du sollst nicht töten“ (Ex 20,13)
1. Ein kurzes Gebot … und doch unermesslich Das Fünfte Gebot — „Du sollst nicht töten“ — scheint auf den ersten Blick eines der klarsten und einfachsten zu sein. Viele denken: „Ich habe noch nie jemanden getötet, also betrifft mich dieses Gebot nicht.“ Doch die Lehre der Kirche, erleuchtet durch …
Weiterlesen »Sünden gegen das Vierte Gebot: Ehre deine Eltern und Autoritäten
Das Vierte Gebot, „Ehre deinen Vater und deine Mutter“, ist eines der grundlegenden Gebote des christlichen Lebens. Auf den ersten Blick mag es einfach und direkt erscheinen, doch seine Tiefe geht weit über oberflächlichen Gehorsam hinaus: Es berührt die Wurzeln von Familie, legitimer Autorität, Dankbarkeit, Respekt und Gerechtigkeit. Dieses Gebot …
Weiterlesen »Sünden gegen das Dritte Gebot
„Gedenke des Tages des Herrn, um ihn zu heiligen“ (Ex 20,8) Einleitung: ein vergessenes Gebot … und doch hochaktuell In einer beschleunigten Gesellschaft, geprägt von Produktivität, Konsum und permanenter Vernetzung, erscheint das Dritte Gebot vielen als etwas Zweitrangiges, ja sogar Optionales. Für die katholische Tradition — und ganz besonders für …
Weiterlesen »Sünden gegen das Zweite Gebot
„Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht missbrauchen“ (Ex 20,7) Über die Sünden gegen das Zweite Gebot zu sprechen bedeutet nicht, ein nebensächliches oder lediglich „sprachliches“ Thema zu behandeln. In einer Zeit, die von der Banalisierung des Heiligen geprägt ist, erweist sich dieses Gebot als zutiefst aktuell und …
Weiterlesen »Sünden gegen das Erste Gebot
„Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit all deiner Kraft“ (Dtn 6,5) 1. Das Erste Gebot: die Wurzel des gesamten christlichen Lebens Das Erste Gebot ist nicht einfach nur „du sollst keine Götzen anbeten“. Es ist weit mehr als das. Es ist …
Weiterlesen »Wenn der Glaube sichtbar wird: Das Evangelium durch das Leben weitergeben – nicht durch leere Worte
Wir leben in einer Zeit, die von Worten überflutet ist. Meinungen, Slogans, Schlagworte, gut gemeinte religiöse Botschaften, die jedoch allzu oft hohl bleiben. Noch nie wurde so viel gesprochen … und noch nie war es so schwer, wirklich gehört zu werden. In diesem Kontext steht der christliche Glaube vor einer …
Weiterlesen »Männer, die standhalten: Die Spiritualität des christlichen Mannes – kämpfen, beten und bleiben
Denn die Welt braucht keine bequemen Männer, sondern treue Männer. Keine perfekten Männer, sondern Männer im Kampf. 1. Eine stille Krise … und eine zutiefst geistliche Wir leben in einer paradoxen Zeit. Nie zuvor hatte der Mann so viel Komfort, und nie war er so orientierungslos. Von ihm wird verlangt, …
Weiterlesen »Er ist keine Kraft, er ist keine Schwingung, er ist nicht „etwas“: Der Heilige Geist ist eine lebendige Person, die heute in dir wirkt
Wir leben in einer Zeit, die von Energie fasziniert ist. Alles scheint sich in Begriffen von Kräften, Schwingungen, Frequenzen und unsichtbaren Impulsen erklären zu lassen. Man spricht von „positiver Energie“, davon, „sich mit dem Universum zu verbinden“, „zu fließen“, „etwas im Inneren zu spüren“. Und leider hat diese Sprache auch …
Weiterlesen »Keuschheit ist keine Unterdrückung: Sie ist innere Selbstbeherrschung, Freiheit des Herzens und wahre Liebe
In einer Kultur, die Freiheit mit sofortiger Befriedigung und Glück mit grenzenlosem Genuss gleichsetzt, klingt das Wort Keuschheit unbequem, überholt oder sogar verdächtig. Für viele ist es gleichbedeutend mit Unterdrückung, Frustration oder der Verneinung des Menschlichen. Doch diese Sichtweise ist nicht nur ungerecht – sie ist zutiefst falsch. Keuschheit, so …
Weiterlesen »Knieen bei der Messe: die vergessene Geste, die zeigt, was wir wirklich glauben
In einer Zeit, in der fast alles nach Komfort, Schnelligkeit oder Effizienz gemessen wird, hat auch der Körper seine heilige Sprache verloren. Viele Gläubige wissen nicht mehr, wann sie bei der Messe knien sollen; andere tun es aus Gewohnheit; einige vermeiden es bewusst; und nicht wenige fragen sich, ob es …
Weiterlesen »„Miserere mei, Deus“: der Schrei des Herzens, der ein Leben retten kann
Wenn ein alter Psalm mit brutaler Klarheit zum modernen Menschen spricht Es gibt Worte, die nicht altern. Worte, die Jahrhunderte, Reiche, moralische Krisen und geistliche Moden durchqueren, ohne auch nur ein Quäntchen ihrer Kraft zu verlieren. Miserere mei, Deus — „Erbarme dich meiner, o Gott“ — ist eines von ihnen.Es …
Weiterlesen »Die Heilige Familie: das Zuhause, in dem Gott lieben lernte (und der Kompass, den die Welt heute braucht)
In einer Zeit, in der die Familie zerbrechlich erscheint, infrage gestellt oder sogar angegriffen wird, richtet die Kirche ihren Blick auf ein bescheidenes Haus in Nazaret und erinnert uns an eine ebenso alte wie aktuelle Wahrheit: Gott wollte die Welt durch eine Familie retten. Nicht aus einem Palast heraus, nicht …
Weiterlesen »Ein einziges Weihnachtsfest, drei Geheimnisse: die eindrucksvolle Symbolik der drei Heiligen Messen am Weihnachtstag in der traditionellen Liturgie
Es gibt Traditionen der Kirche, die umso aktueller erscheinen, je älter sie sind. Eine davon — heute selbst vielen praktizierenden Katholiken kaum bekannt — ist die Feier von drei unterschiedlichen Heiligen Messen am Weihnachtstag nach der traditionellen Liturgie. Dabei handelt es sich weder um eine bloße fromme Wiederholung noch um …
Weiterlesen »Targum Neofiti: Das vergessene Echo, das die lebendige Stimme Gottes in der Heiligen Schrift offenbart
Es gibt in der Tradition der Kirche und im antiken Judentum verborgene Schätze, die – wenn man sie entdeckt – den Glauben auf überraschend aktuelle Weise erhellen. Einer dieser Schätze ist der Targum Neofiti, ein jahrtausendealter, beinahe geheimer Text, der uns ermöglicht, das Wort Gottes mit einer zugleich neuen und …
Weiterlesen »Die synodale Kirche: Erneuerung oder Abweichung?
Warum viele wahrnehmen, dass sie immer weniger katholisch ist** In den letzten Jahren ist das Wort „Synodalität“ zu einem der meistgehörten Begriffe in Dokumenten, Reden und kirchlichen Versammlungen geworden. Für einige stellt es eine Chance zur Erneuerung dar. Für andere eine ernsthafte Quelle der Besorgnis. Und für viele Gläubige, die …
Weiterlesen »DIE LITURGISCHEN KREDENZ:DER „KLEINE ALTAR“, DER DAS WUNDER TRÄGT
Es gibt Elemente in der Liturgie, die oft unbemerkt bleiben… bis man ihren tiefen Sinn entdeckt. Eines davon ist die liturgische Kredenz, jener kleine Seitentisch, der still, diskret und fast unsichtbar wirkt. Doch wie so oft im geistlichen Leben trägt das Kleine das Große, und das Verborgene bereitet das Geheimnis …
Weiterlesen »Katholisch… aber auf meine Weise? Die Illusion eines maßgeschneiderten Glaubens und der Ruf, den Gehorsam des Herzens neu zu entdecken
Einleitung: Die Mode des „Katholisch auf meine Weise“ Wir leben in einer Zeit, in der viele sich als „gläubig, aber nicht praktizierend“ oder „katholisch, aber nicht fanatisch“ bezeichnen. Das klingt modern, höflich, fast vernünftig. Doch in Wirklichkeit verbirgt sich darin eine der größten spirituellen Gefahren unserer Zeit: der Versuch, einen …
Weiterlesen »Wenn Rom spricht: Das Geheimnis und die Mission des Außerordentlichen Konsistoriums
Einleitung: Ein feierliches Echo aus dem Herzen der Kirche Von Zeit zu Zeit schlägt das Herz der Kirche mit besonderer Kraft. Rom ruft, die Kardinäle versammeln sich, die Augen der Welt richten sich auf den Vatikan, und ein Wort erklingt – wenig verstanden, aber von tiefem geistlichem Gewicht: „Außerordentliches Konsistorium“. …
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