{"id":6092,"date":"2026-06-09T09:31:46","date_gmt":"2026-06-09T07:31:46","guid":{"rendered":"https:\/\/catholicus.eu\/de\/?p=6092"},"modified":"2026-06-09T09:31:47","modified_gmt":"2026-06-09T07:31:47","slug":"der-heilige-johannes-von-damaskus-und-die-transsubstantiation-der-heilige-der-die-wirkliche-gegenwart-christi-jahrhunderte-vor-trient-verteidigte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/catholicus.eu\/de\/der-heilige-johannes-von-damaskus-und-die-transsubstantiation-der-heilige-der-die-wirkliche-gegenwart-christi-jahrhunderte-vor-trient-verteidigte\/","title":{"rendered":"Der heilige Johannes von Damaskus und die Transsubstantiation: Der Heilige, der die wirkliche Gegenwart Christi Jahrhunderte vor Trient verteidigte"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn Katholiken bekennen, dass Brot und Wein w\u00e4hrend der Heiligen Messe wahrhaft zum Leib und Blut Jesu Christi werden, dann vertreten wir keine mittelalterliche Lehre, die Jahrhunderte nach den Aposteln erfunden wurde. Ebenso handelt es sich nicht um eine blo\u00df symbolische Auslegung oder um eine fromme Andacht, die sich im Laufe der Zeit entwickelt hat. Der Glaube an die wirkliche Gegenwart Christi in der Eucharistie wurzelt in den Worten unseres Herrn selbst, in der Lehre der Apostel und im best\u00e4ndigen Zeugnis der Kirchenv\u00e4ter.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unter diesen gro\u00dfen Zeugen ragt eine au\u00dfergew\u00f6hnliche Gestalt hervor: <strong>der heilige Johannes von Damaskus<\/strong> (auch Johannes Damascenus genannt), einer der bedeutendsten Theologen des christlichen Ostens und einer der letzten gro\u00dfen Kirchenv\u00e4ter. Er lebte im 7. und 8. Jahrhundert, lange bevor der Begriff \u201eTranssubstantiation\u201c im Mittelalter offiziell von der Kirche definiert wurde. Dennoch lehrte er mit bemerkenswerter Klarheit genau das, was Katholiken auch heute noch glauben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Seine Lehre stellt einen \u00fcberw\u00e4ltigenden historischen Beweis gegen die Behauptung dar, die katholische Eucharistielehre sei eine sp\u00e4te Neuerung. Gleichzeitig bietet sie den Gl\u00e4ubigen unserer Zeit eine tiefgehende geistliche Orientierung, da wir in einer Epoche leben, die vom Verlust des Sinnes f\u00fcr das Heilige und von einem R\u00fcckgang des eucharistischen Glaubens gepr\u00e4gt ist.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Wer war der heilige Johannes von Damaskus?<\/h1>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der heilige Johannes von Damaskus wurde um das Jahr 675 in der Stadt Damaskus geboren, die damals unter muslimischer Herrschaft stand.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Er entstammte einer einflussreichen christlichen Familie und erhielt eine au\u00dfergew\u00f6hnliche Ausbildung in Philosophie, Theologie, Wissenschaft und Literatur. Nachdem er eine Zeit lang in der staatlichen Verwaltung t\u00e4tig gewesen war, verlie\u00df er das \u00f6ffentliche Leben und trat in das Kloster des heiligen Sabbas in der N\u00e4he von Jerusalem ein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dort entfaltete er ein gewaltiges geistiges und spirituelles Wirken.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Besonders bekannt ist er daf\u00fcr:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Die Verehrung heiliger Bilder w\u00e4hrend des Ikonoklasmus verteidigt zu haben.<\/li>\n\n\n\n<li>Die patristische Theologie systematisiert zu haben.<\/li>\n\n\n\n<li>Grundlegende Werke \u00fcber den christlichen Glauben verfasst zu haben.<\/li>\n\n\n\n<li>Als einer der gr\u00f6\u00dften Kirchenlehrer des Ostens zu gelten.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sein bekanntestes Werk, <strong>Die Quelle der Erkenntnis<\/strong>, geh\u00f6rt zu den bedeutendsten theologischen Gesamtdarstellungen der christlichen Antike.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bemerkenswert ist, dass er \u00fcber die Eucharistie mit einer theologischen Pr\u00e4zision spricht, die sp\u00e4tere dogmatische Definitionen vorwegzunehmen scheint.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Die gro\u00dfe Frage: Was geschieht wirklich in der Messe?<\/h1>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese Frage begleitet die Kirche seit ihren Anf\u00e4ngen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn der Priester die Wandlungsworte spricht:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eDas ist mein Leib\u201c<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eDas ist mein Blut\u201c<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">geschieht dann etwas Wirkliches?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Oder handelt es sich lediglich um ein Symbol?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr den heiligen Johannes von Damaskus war die Antwort eindeutig:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Es findet eine wahre und \u00fcbernat\u00fcrliche Verwandlung statt.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir haben es nicht mit einer Darstellung, einem Bild oder einer blo\u00dfen Erinnerung zu tun.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir begegnen Jesus Christus selbst.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Die Worte Christi sind keine Metapher<\/h1>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der heilige Johannes von Damaskus geht von einem einfachen Gedanken aus.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gott l\u00fcgt nicht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn Christus also sagt:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eDas ist mein Leib\u201c,<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">dann meint Er nicht:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eDas stellt meinen Leib dar.\u201c<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn Er sagt:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eDas ist mein Blut\u201c,<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">dann sagt Er nicht:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eDas symbolisiert mein Blut.\u201c<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Heilige schreibt:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eBrot und Wein sind nicht ein Bild des Leibes und Blutes Christi \u2013 Gott bewahre! Sie sind der Leib des Herrn selbst, verg\u00f6ttlicht.\u201c<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese Aussage ist au\u00dferordentlich stark.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sie l\u00e4sst keinen Raum f\u00fcr rein symbolische Deutungen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr ihn ist die Eucharistie wahrhaft Jesus Christus selbst, gegenw\u00e4rtig unter den sakramentalen Gestalten.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Die sch\u00f6pferische Kraft des Wortes Gottes<\/h1>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der heilige Johannes von Damaskus verwendet ein zutiefst biblisches Argument.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Er erinnert daran, dass Gott das Universum durch sein Wort erschaffen hat.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Buch Genesis lesen wir:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eGott sprach: Es werde Licht. Und es wurde Licht.\u201c (Gen 1,3)<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn das g\u00f6ttliche Wort das gesamte Universum aus dem Nichts erschaffen konnte, warum sollte es dann nicht Brot und Wein in den Leib und das Blut Christi verwandeln k\u00f6nnen?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr Johannes von Damaskus liegt die Schwierigkeit nicht in Gottes Macht, sondern in unserem begrenzten Verstand.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die g\u00f6ttliche Allmacht \u00fcbersteigt die F\u00e4higkeiten der menschlichen Vernunft unendlich.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Das Wirken des Heiligen Geistes<\/h1>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein besonders wichtiger Aspekt der Lehre des heiligen Johannes von Damaskus ist die Rolle des Heiligen Geistes.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Er erkl\u00e4rt, dass die eucharistische Verwandlung durch g\u00f6ttliches Wirken geschieht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Er schreibt:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eDer Heilige Geist kommt herab und vollbringt das, was jedes Wort und jeden Gedanken \u00fcbersteigt.\u201c<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hier finden wir ein grundlegendes Element der \u00f6stlichen Theologie.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die eucharistische Wandlung ist weder ein beobachtbares physisches Ph\u00e4nomen noch ein chemischer Prozess.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sie ist ein \u00fcbernat\u00fcrliches Handeln Gottes.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Sinne nehmen Brot und Wein wahr.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Glaube erkennt den Erl\u00f6ser.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Eine Lehre, die die Transsubstantiation vorwegnimmt<\/h1>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Wort \u201eTranssubstantiation\u201c sollte erst Jahrhunderte sp\u00e4ter als technischer Begriff zur Erkl\u00e4rung dieser Wirklichkeit erscheinen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Kirche definierte es feierlich auf dem Konzil von Trient als Antwort auf die protestantischen Irrt\u00fcmer.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Doch die Lehre selbst existierte bereits.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der heilige Johannes von Damaskus lehrt genau das Wesentliche:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Das Brot h\u00f6rt auf, Brot zu sein.<\/li>\n\n\n\n<li>Der Wein h\u00f6rt auf, Wein zu sein.<\/li>\n\n\n\n<li>Nur die \u00e4u\u00dferen Erscheinungen bleiben bestehen.<\/li>\n\n\n\n<li>Die innere Wirklichkeit wird Christus selbst.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Genau dies bezeichnete die sp\u00e4tere lateinische Theologie als Transsubstantiation.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Glaube hat sich nicht ver\u00e4ndert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ver\u00e4ndert hat sich lediglich die technische Sprache, mit der er beschrieben wurde.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Die Grundlage in der Heiligen Schrift<\/h1>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Lehre des heiligen Johannes von Damaskus entspringt keiner isolierten Reflexion.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sie ist fest in der Heiligen Schrift verwurzelt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die Rede vom Brot des Lebens<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im sechsten Kapitel des Johannesevangeliums erkl\u00e4rt Christus:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eIch bin das lebendige Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Wer von diesem Brot isst, wird in Ewigkeit leben; und das Brot, das ich geben werde, ist mein Fleisch f\u00fcr das Leben der Welt.\u201c (Joh 6,51)<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Seine Zuh\u00f6rer reagieren mit Emp\u00f6rung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Doch Jesus korrigiert kein vermeintliches Missverst\u00e4ndnis.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Gegenteil.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Er betont seine Aussage noch st\u00e4rker.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eDenn mein Fleisch ist wahrhaft eine Speise und mein Blut ist wahrhaft ein Trank.\u201c (Joh 6,55)<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese Worte bilden eine der tragenden S\u00e4ulen der Eucharistielehre.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Das Letzte Abendmahl<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">W\u00e4hrend des j\u00fcdischen Paschafestes nimmt Christus Brot und Wein und spricht:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eNehmet und esset; das ist mein Leib.\u201c (Mt 26,26)<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eTrinket alle daraus; denn das ist mein Blut.\u201c (Mt 26,27\u201328)<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr den heiligen Johannes von Damaskus sind diese Worte entscheidend.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Kirche glaubt einfach das, was Christus gesagt hat.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Der heilige Paulus<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Apostel lehrt:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eWer daher unw\u00fcrdig das Brot isst oder den Kelch des Herrn trinkt, macht sich schuldig am Leib und Blut des Herrn.\u201c (1 Kor 11,27)<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">W\u00e4re die Eucharistie lediglich ein Symbol, erg\u00e4be diese Warnung wenig Sinn.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Niemand kann sich durch ein blo\u00dfes Symbol am Leib und Blut Christi schuldig machen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Schwere der S\u00fcnde beweist die Wirklichkeit der Gegenwart.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Eine Antwort f\u00fcr unsere Zeit<\/h1>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir leben in einer Zeit, die von einer tiefen Krise des eucharistischen Glaubens gepr\u00e4gt ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Viele Getaufte:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Glauben nicht mehr an die wirkliche Gegenwart.<\/li>\n\n\n\n<li>Betrachten die Messe lediglich als gemeinschaftliche Versammlung.<\/li>\n\n\n\n<li>Empfangen die Heilige Kommunion ohne geistliche Vorbereitung.<\/li>\n\n\n\n<li>Haben den Sinn f\u00fcr das Geheimnis verloren.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In dieser Situation klingt die Stimme des heiligen Johannes von Damaskus erstaunlich aktuell.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Er erinnert uns daran, dass der Altar kein gew\u00f6hnlicher Tisch ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die konsekrierte Hostie ist kein gew\u00f6hnlicher religi\u00f6ser Gegenstand.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Messe ist keine theatralische Nachstellung des Letzten Abendmahls.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sie ist das Opfer Christi, das sakramental gegenw\u00e4rtig wird.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Praktische Konsequenzen f\u00fcr das geistliche Leben<\/h1>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">1. Das Staunen wiederentdecken<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn wir wirklich an die wirkliche Gegenwart glauben, sollte jede Messe ein au\u00dfergew\u00f6hnliches Ereignis sein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir besuchen nicht einfach einen Vortrag.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir gehen dem K\u00f6nig des Universums entgegen.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">2. Die Kommunion im Stand der Gnade empfangen<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die traditionelle Lehre der Kirche bleibt unver\u00e4ndert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wer sich einer Tods\u00fcnde bewusst ist, sollte zuerst das Sakrament der Beichte empfangen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der heilige Paulus warnt:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eWer unw\u00fcrdig isst und trinkt, isst und trinkt sich das Gericht.\u201c (1 Kor 11,29)<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Eucharistie verlangt geistliche Vorbereitung.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">3. Sorgfalt gegen\u00fcber eucharistischen Partikeln<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn Christus wirklich gegenw\u00e4rtig ist, verdienen selbst die kleinsten Partikel der Hostie Ehrfurcht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese \u00dcberzeugung war stets Bestandteil der liturgischen Tradition sowohl des Ostens als auch des Westens.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">4. Eucharistische Anbetung praktizieren<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Glaube an die wirkliche Gegenwart f\u00fchrt ganz nat\u00fcrlich zur Anbetung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn Christus wirklich gegenw\u00e4rtig ist, dann ist es vollkommen folgerichtig, Ihn auch au\u00dferhalb der Messe anzubeten.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">5. Eucharistisch leben<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Kommunion endet nicht, wenn wir die Kirche verlassen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Christus tritt in unsere Seele ein, um sie zu verwandeln.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Eucharistie muss sich widerspiegeln in:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Der N\u00e4chstenliebe.<\/li>\n\n\n\n<li>Der Reinheit des Lebens.<\/li>\n\n\n\n<li>Dem Gebet.<\/li>\n\n\n\n<li>Dem Kampf gegen die S\u00fcnde.<\/li>\n\n\n\n<li>Der Treue zu Gott.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Die erstaunliche Kontinuit\u00e4t des katholischen Glaubens<\/h1>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Einer der faszinierendsten Aspekte des heiligen Johannes von Damaskus besteht darin zu sehen, wie vollkommen seine Lehre mit der heutigen katholischen Lehre \u00fcbereinstimmt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir finden keinen anderen Glauben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir sehen keine radikale Lehrentwicklung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir sehen denselben Glauben, der durch die Jahrhunderte hindurch ausgedr\u00fcckt wird.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Kirche des 8. Jahrhunderts glaubte genau das, was die Kirche des 21. Jahrhunderts glaubt:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">dass Jesus Christus wahrhaft, wirklich und wesentlich in der Eucharistie gegenw\u00e4rtig ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die theologische Formulierung wurde im Laufe der Zeit verfeinert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die geglaubte Wahrheit blieb unver\u00e4ndert.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Schlussfolgerung: Der heilige Johannes von Damaskus l\u00e4dt uns ein, niederzuknien<\/h1>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die gro\u00dfe Lehre des heiligen Johannes von Damaskus ist nicht nur intellektuell.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sie ist zutiefst geistlich.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Seine Theologie f\u00fchrt unausweichlich zur Anbetung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vor dem eucharistischen Geheimnis besteht die angemessene Antwort nicht nur im Studium.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sondern im Glauben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Lieben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Anbeten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In einer Kultur, die den Sinn f\u00fcr das Heilige verloren hat, erinnert uns der Heilige von Damaskus daran, dass jedes Mal, wenn wir an der Heiligen Messe teilnehmen, das gr\u00f6\u00dfte Wunder der Erde geschieht: Christus selbst wird auf dem Altar gegenw\u00e4rtig.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn wir daher eine konsekrierte Hostie betrachten, sollten wir uns an das unausgesprochene Zeugnis der gesamten katholischen Tradition erinnern \u2013 von den Aposteln bis zum heiligen Johannes von Damaskus:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Wir stehen nicht vor einem Symbol. Wir stehen nicht vor einer Erinnerung. Wir stehen nicht vor einer Darstellung. Wir stehen vor Jesus Christus, wahrem Gott und wahrem Menschen, verborgen unter den dem\u00fctigen Gestalten von Brot und Wein, um bis zum Ende der Zeiten bei uns zu bleiben.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und wenn dies wahr ist \u2013 und die Kirche bekennt diese Wahrheit seit zwanzig Jahrhunderten \u2013, dann sollte sich unser ganzes Leben um den Tabernakel drehen, denn dort wartet auf uns Derjenige, der gesagt hat:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>\u201eUnd siehe, ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt.\u201c (Mt 28,20)<\/strong>.<\/p>\n<\/blockquote>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn Katholiken bekennen, dass Brot und Wein w\u00e4hrend der Heiligen Messe wahrhaft zum Leib und Blut Jesu Christi werden, dann vertreten wir keine mittelalterliche Lehre, die Jahrhunderte nach den Aposteln erfunden wurde. Ebenso handelt es sich nicht um eine blo\u00df symbolische Auslegung oder um eine fromme Andacht, die sich im Laufe der Zeit entwickelt hat. &hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":6093,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_titles_title":"","_seopress_titles_desc":"","_seopress_robots_index":"","_seopress_robots_follow":"","_seopress_robots_imageindex":"","_seopress_robots_snippet":"","_seopress_robots_primary_cat":"","_seopress_robots_breadcrumbs":"","_seopress_robots_freeze_modified_date":"","_seopress_robots_custom_modified_date":"","_seopress_robots_canonical":"","_seopress_social_fb_title":"","_seopress_social_fb_desc":"","_seopress_social_fb_img":"","_seopress_social_fb_img_attachment_id":0,"_seopress_social_fb_img_width":0,"_seopress_social_fb_img_height":0,"_seopress_social_twitter_title":"","_seopress_social_twitter_desc":"","_seopress_social_twitter_img":"","_seopress_social_twitter_img_attachment_id":0,"_seopress_social_twitter_img_width":0,"_seopress_social_twitter_img_height":0,"_seopress_redirections_value":"","_seopress_redirections_enabled":"","_seopress_redirections_enabled_regex":"","_seopress_redirections_logged_status":"","_seopress_redirections_param":"","_seopress_redirections_type":0,"_seopress_analysis_target_kw":"","footnotes":""},"categories":[38,49],"tags":[75],"class_list":["post-6092","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","","category-geschichte-und-tradition","category-kirchenvaeter-und-kirchenlehrer","tag-transsubstantiation"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/catholicus.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6092","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/catholicus.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/catholicus.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/catholicus.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/catholicus.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6092"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/catholicus.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6092\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6094,"href":"https:\/\/catholicus.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6092\/revisions\/6094"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/catholicus.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/6093"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/catholicus.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6092"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/catholicus.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=6092"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/catholicus.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=6092"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}