{"id":5244,"date":"2026-03-12T23:19:44","date_gmt":"2026-03-12T22:19:44","guid":{"rendered":"https:\/\/catholicus.eu\/de\/?p=5244"},"modified":"2026-03-12T23:19:44","modified_gmt":"2026-03-12T22:19:44","slug":"als-gott-das-zentrum-der-welt-war-die-mittelalterliche-christenheit-und-der-traum-einer-durch-den-glauben-geordneten-gesellschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/catholicus.eu\/de\/als-gott-das-zentrum-der-welt-war-die-mittelalterliche-christenheit-und-der-traum-einer-durch-den-glauben-geordneten-gesellschaft\/","title":{"rendered":"Als Gott das Zentrum der Welt war: Die mittelalterliche Christenheit und der Traum einer durch den Glauben geordneten Gesellschaft"},"content":{"rendered":"\n<p>Jahrhundertelang lebte Europa unter einer Vorstellung, die heute fast unm\u00f6glich erscheinen mag: <strong>dass die gesamte Gesellschaft \u2013 Politik, Wirtschaft, Kultur, Kunst und das t\u00e4gliche Leben \u2013 um Gott herum organisiert sein sollte<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p>Dieses historische Modell wurde <strong>Christenheit<\/strong> genannt. Es bedeutete nicht einfach nur, dass die Mehrheit der Menschen christlich war. Es war etwas viel Tieferes: <strong>Der katholische Glaube bildete das eigentliche Fundament der gesellschaftlichen Ordnung<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Mittelalter, das oft als dunkle Zeit karikiert wird, war in Wirklichkeit <strong>eine der gr\u00f6\u00dften historischen Erfahrungen christlicher Zivilisation<\/strong>. Kathedralen, die zum Himmel aufragten, Universit\u00e4ten, die unter dem Schutz der Kirche entstanden, Gesetze, die von der christlichen Moral inspiriert waren, liturgische Feste, die den Rhythmus des Jahres bestimmten \u2026 all das erinnerte den Menschen daran, dass <strong>sein endg\u00fcltiges Ziel nicht die Erde, sondern Gott ist<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p>Heute, in einer s\u00e4kularisierten Kultur, in der der Glaube oft in die private Sph\u00e4re verdr\u00e4ngt wird, ist der Blick auf die mittelalterliche Christenheit keine \u00dcbung in Nostalgie. <strong>Es ist eine Gelegenheit, neu zu entdecken, wie der Glaube die Gesellschaft von ihren Wurzeln her verwandeln kann<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">1. Was war die mittelalterliche Christenheit wirklich?<\/h1>\n\n\n\n<p>Die <strong>Christenheit<\/strong> war nicht nur eine gemeinsame Religion, sondern <strong>ein Zivilisationsprojekt<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p>Man k\u00f6nnte sie so definieren:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p><strong>Eine Gesellschaft, in der der christliche Glaube Gesetze, Kultur, Institutionen und das \u00f6ffentliche Leben inspirierte.<\/strong><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Das bedeutete nicht, dass alle Menschen Heilige waren oder dass es keine Konflikte und S\u00fcnden gab. Aber es bedeutete, dass <strong>der moralische und geistliche Rahmen der Gesellschaft auf Gott ausgerichtet war<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p>In der mittelalterlichen Christenheit:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>f\u00fchrte die <strong>Kirche die Gesellschaft geistlich<\/strong>.<\/li>\n\n\n\n<li>verstanden sich die Herrscher als <strong>Diener der von Gott gewollten Ordnung<\/strong>.<\/li>\n\n\n\n<li>suchte die Kultur <strong>die g\u00f6ttliche Sch\u00f6nheit widerzuspiegeln<\/strong>.<\/li>\n\n\n\n<li>war das t\u00e4gliche Leben tief vom Glauben gepr\u00e4gt.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Der Kalender selbst war liturgisch: Advent, Weihnachten, Fastenzeit, Ostern \u2026 <strong>die Zeit selbst wurde als Teil der Heilsgeschichte erlebt<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p>Dies entsprach einer zutiefst biblischen \u00dcberzeugung:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>\u201eSucht zuerst das Reich Gottes und seine Gerechtigkeit, dann wird euch alles andere dazugegeben.\u201c (Matth\u00e4us 6,33)<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Die mittelalterliche Christenheit versuchte genau das: <strong>Gott auch im gesellschaftlichen Leben an die erste Stelle zu setzen<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">2. Das theologische Fundament: Christus als K\u00f6nig des Universums<\/h1>\n\n\n\n<p>Die Christenheit entstand aus einer zentralen Idee des Christentums: <strong>Jesus Christus ist nicht nur der Herr der Seelen, sondern auch der Herr der Geschichte<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Heilige Schrift verk\u00fcndet dies klar:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>\u201eAlles ist durch ihn und auf ihn hin geschaffen.\u201c (Kolosser 1,16)<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Das bedeutet etwas Radikales:<br><strong>Auch die menschliche Gesellschaft muss auf Christus ausgerichtet sein<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p>Die mittelalterlichen Theologen entwickelten diese Idee mit gro\u00dfer Tiefe.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr Denker wie <strong>den heiligen Thomas von Aquin<\/strong> musste die politische Ordnung das <strong>Gemeinwohl<\/strong> suchen, doch dieses Gemeinwohl war nicht nur materiell. Das wahre Wohl des Menschen schlie\u00dft auch seine ewige Bestimmung ein.<\/p>\n\n\n\n<p>Daher gilt in der klassischen christlichen Sicht:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Der Staat k\u00fcmmert sich um die <strong>zeitliche Ordnung<\/strong>.<\/li>\n\n\n\n<li>Die Kirche f\u00fchrt den Menschen zu seinem <strong>\u00fcbernat\u00fcrlichen Ziel<\/strong>.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Sie sind keine Gegner, sondern <strong>zwei erg\u00e4nzende Dimensionen desselben g\u00f6ttlichen Plans<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">3. Die mittelalterliche Gesellschaft: Eine geistliche Architektur<\/h1>\n\n\n\n<p>Um die mittelalterliche Christenheit zu verstehen, muss man sich eine Gesellschaft vorstellen, in der <strong>alles eine geistliche Bedeutung hatte<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Kathedralen: Katechismen aus Stein<\/h2>\n\n\n\n<p>Die gro\u00dfen gotischen Kathedralen waren nicht einfach Geb\u00e4ude.<\/p>\n\n\n\n<p>Sie waren <strong>Theologie, die in Architektur ausgedr\u00fcckt wurde<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p>Ihre Merkmale spiegelten die christliche Weltsicht wider:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Vertikalit\u00e4t: Die Seele erhebt sich zu Gott.<\/li>\n\n\n\n<li>Licht durch bunte Glasfenster: Symbol der Gnade.<\/li>\n\n\n\n<li>Biblische Skulpturen: Unterweisung f\u00fcr Analphabeten.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Die Kathedrale war <strong>das geistliche Herz der Stadt<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Universit\u00e4ten: Glaube und Vernunft vereint<\/h2>\n\n\n\n<p>Die ersten europ\u00e4ischen Universit\u00e4ten entstanden in einem christlichen Kontext.<\/p>\n\n\n\n<p>Dort studierte man:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Theologie<\/li>\n\n\n\n<li>Philosophie<\/li>\n\n\n\n<li>Recht<\/li>\n\n\n\n<li>Medizin<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Das Ziel war nicht nur Wissen anzuh\u00e4ufen, sondern <strong>die Sch\u00f6pfung als Werk Gottes zu verstehen<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein ber\u00fchmter mittelalterlicher Satz fasst dies zusammen:<\/p>\n\n\n\n<p><strong>\u201eDer Glaube sucht das Verstehen.\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Arbeit als Berufung<\/h2>\n\n\n\n<p>In der mittelalterlichen Mentalit\u00e4t war Arbeit nicht nur ein Mittel zum \u00dcberleben.<\/p>\n\n\n\n<p>Sie war <strong>Teilnahme am sch\u00f6pferischen Werk Gottes<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p>Der heilige Paulus dr\u00fcckt es so aus:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>\u201eAlles, was ihr tut, tut von Herzen, als f\u00fcr den Herrn.\u201c (Kolosser 3,23)<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Daraus entstanden:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Z\u00fcnfte mit Schutzheiligen<\/li>\n\n\n\n<li>religi\u00f6se Feste, die mit Berufen verbunden waren<\/li>\n\n\n\n<li>eine tief christliche Arbeitsethik<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Der B\u00e4cker, der Bauer, der Handwerker \u2026 alle konnten <strong>ihren Beruf heiligen<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">4. Das t\u00e4gliche Leben: Eine vom Glauben durchdrungene Welt<\/h1>\n\n\n\n<p>Eine der faszinierendsten Eigenschaften der Christenheit war, dass <strong>der Glaube nicht vom Alltag getrennt war<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Menschen lebten umgeben von religi\u00f6sen Zeichen:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Glocken, die den Angelus ank\u00fcndigten<\/li>\n\n\n\n<li>Prozessionen<\/li>\n\n\n\n<li>Pilgerfahrten<\/li>\n\n\n\n<li>Segnungen der Felder<\/li>\n\n\n\n<li>Patronatsfeste<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Sogar der zivile Kalender folgte dem liturgischen Kalender.<\/p>\n\n\n\n<p>Dies half st\u00e4ndig daran zu erinnern, dass <strong>das menschliche Leben ein Weg zu Gott ist<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">5. Licht und Schatten: Eine realistische Sicht<\/h1>\n\n\n\n<p>Es w\u00e4re naiv, das Mittelalter v\u00f6llig zu idealisieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Es gab:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Kriege<\/li>\n\n\n\n<li>Machtmissbrauch<\/li>\n\n\n\n<li>Ungerechtigkeiten<\/li>\n\n\n\n<li>pers\u00f6nliche S\u00fcnden<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Die Christenheit war nicht das vollkommene Reich Gottes.<\/p>\n\n\n\n<p>Sie war <strong>eine Gesellschaft von S\u00fcndern, die versuchten, unter dem Evangelium zu leben<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch trotz ihrer Fehler besa\u00df sie etwas, das viele Gesellschaften heute weitgehend verloren haben:<\/p>\n\n\n\n<p><strong>einen gemeinsamen geistlichen Horizont<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p>Heute fehlt vielen Gesellschaften eine gemeinsame Vorstellung vom Guten, von der Wahrheit oder vom Sinn des Lebens.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Christenheit hingegen bot <strong>eine koh\u00e4rente moralische Erz\u00e4hlung<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">6. Warum brach die Christenheit zusammen?<\/h1>\n\n\n\n<p>Ab dem 14. Jahrhundert begannen mehrere Prozesse Europa langsam zu ver\u00e4ndern:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>politische Krisen<\/li>\n\n\n\n<li>wirtschaftliche Ver\u00e4nderungen<\/li>\n\n\n\n<li>religi\u00f6se Konflikte<\/li>\n\n\n\n<li>kulturelle S\u00e4kularisierung<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Im Laufe der Jahrhunderte \u2013 besonders seit der <strong>Aufkl\u00e4rung<\/strong> \u2013 wurde der Glaube zunehmend in den privaten Bereich verdr\u00e4ngt.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Gesellschaft h\u00f6rte auf, sich um Gott zu organisieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Heute sprechen viele von einer <strong>postchristlichen Zeit<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">7. Hat die mittelalterliche Christenheit heute noch etwas zu sagen?<\/h1>\n\n\n\n<p>Viel mehr, als wir vielleicht denken.<\/p>\n\n\n\n<p>Es geht nicht darum, das Mittelalter wieder aufzubauen, sondern <strong>bestimmte grundlegende geistliche Prinzipien wiederzuentdecken<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p>Unter anderem:<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">1. Gott muss im Zentrum des Lebens stehen<\/h3>\n\n\n\n<p>Nicht nur am Sonntag.<\/p>\n\n\n\n<p>Sondern auch in unseren Entscheidungen, Beziehungen und in unserer Arbeit.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">2. Der Glaube muss die Kultur erleuchten<\/h3>\n\n\n\n<p>Christen sind nicht dazu berufen, ihren Glauben zu verstecken.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir sind dazu berufen, <strong>die Welt von innen heraus zu verwandeln<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p>Jesus sagte es klar:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>\u201eIhr seid das Licht der Welt.\u201c (Matth\u00e4us 5,14)<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">3. Heiligkeit ist im gew\u00f6hnlichen Leben m\u00f6glich<\/h3>\n\n\n\n<p>Die mittelalterliche Christenheit verstand etwas, das wir heute wiederentdecken:<\/p>\n\n\n\n<p><strong>F\u00fcr den, der in der Gnade Gottes lebt, gibt es keine wirklich weltlichen Berufe<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p>Christ sein bedeutet nicht, der Welt zu entfliehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Es bedeutet, <strong>sie zu heiligen<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">8. Wie man heute den Geist der Christenheit leben kann<\/h1>\n\n\n\n<p>Auch wenn unser Kontext anders ist, gibt es viele Wege, diese Ideen anzuwenden.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Den geistlichen Rhythmus der Zeit wiederentdecken<\/h3>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>den Angelus beten<\/li>\n\n\n\n<li>Advent und Fastenzeit bewusst leben<\/li>\n\n\n\n<li>christliche Feste feiern<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die Arbeit heiligen<\/h3>\n\n\n\n<p>Jede Aufgabe Gott darbringen.<\/p>\n\n\n\n<p>Selbst die einfachste T\u00e4tigkeit kann zu einem Gebet werden.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Christliche Kultur schaffen<\/h3>\n\n\n\n<p>Zu Hause und in der Gemeinschaft:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Kunst<\/li>\n\n\n\n<li>Musik<\/li>\n\n\n\n<li>Bildung<\/li>\n\n\n\n<li>Familientraditionen<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Der Glaube wird auch <strong>durch Sch\u00f6nheit und gemeinsame Br\u00e4uche weitergegeben<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">9. Eine Mission f\u00fcr unsere Zeit<\/h1>\n\n\n\n<p>Vielleicht besteht die gro\u00dfe Herausforderung f\u00fcr Christen heute nicht darin, die mittelalterliche Christenheit wieder aufzubauen, sondern <strong>eine neue christliche Kultur in der modernen Welt zu schaffen<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine Gesellschaft, in der:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>die W\u00fcrde des Menschen respektiert wird<\/li>\n\n\n\n<li>die Wahrheit aufrichtig gesucht wird<\/li>\n\n\n\n<li>die Familie gesch\u00fctzt wird<\/li>\n\n\n\n<li>Gott wieder anerkannt wird<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Das beginnt im Kleinen:<\/p>\n\n\n\n<p>in der Familie,<br>am Arbeitsplatz,<br>in der Gemeinschaft.<\/p>\n\n\n\n<p>Denn jeder Christ ist berufen, <strong>ein kleines Licht der Christenheit mitten in der Welt zu sein<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Schluss: Der christliche Traum einer verwandelten Gesellschaft<\/h1>\n\n\n\n<p>Die mittelalterliche Christenheit war eine einzigartige historische Erfahrung: <strong>der Versuch, eine ganze Zivilisation auf Gott hin auszurichten<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p>Trotz ihrer menschlichen Grenzen zeigte sie etwas zutiefst Evangelisches:<\/p>\n\n\n\n<p>dass <strong>der Glaube nicht nur ein privates Gef\u00fchl ist, sondern eine Kraft, die die Geschichte pr\u00e4gen kann<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p>Heute, in einer fragmentierten und oft orientierungslosen Welt, wird diese Einsicht wieder notwendig.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Evangelium rettet nicht nur Seelen.<br>Es <strong>verwandelt auch Kulturen<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p>Und alles beginnt mit einer pers\u00f6nlichen Entscheidung.<\/p>\n\n\n\n<p>Christus wieder in die Mitte zu stellen.<\/p>\n\n\n\n<p>Denn wenn Gott seinen rechtm\u00e4\u00dfigen Platz einnimmt, <strong>findet alles andere seine wahre Ordnung<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>\u201eWenn der Herr das Haus nicht baut, m\u00fchen sich die Bauleute vergeblich.\u201c (Psalm 127,1)<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Und vielleicht ruft Gott gerade in unserer Zeit neue Baumeister.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jahrhundertelang lebte Europa unter einer Vorstellung, die heute fast unm\u00f6glich erscheinen mag: dass die gesamte Gesellschaft \u2013 Politik, Wirtschaft, Kultur, Kunst und das t\u00e4gliche Leben \u2013 um Gott herum organisiert sein sollte. 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