{"id":5003,"date":"2026-02-18T21:11:41","date_gmt":"2026-02-18T20:11:41","guid":{"rendered":"https:\/\/catholicus.eu\/de\/?p=5003"},"modified":"2026-02-18T21:11:44","modified_gmt":"2026-02-18T20:11:44","slug":"lass-deine-linke-hand-nicht-wissen-was-deine-rechte-tut-das-goettliche-geheimnis-wahrer-naechstenliebe-im-zeitalter-der-erscheinungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/catholicus.eu\/de\/lass-deine-linke-hand-nicht-wissen-was-deine-rechte-tut-das-goettliche-geheimnis-wahrer-naechstenliebe-im-zeitalter-der-erscheinungen\/","title":{"rendered":"Lass deine linke Hand nicht wissen, was deine rechte tut: Das g\u00f6ttliche Geheimnis wahrer N\u00e4chstenliebe im Zeitalter der Erscheinungen"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir leben in einer Zeit, in der alles geteilt, ver\u00f6ffentlicht und zur Schau gestellt wird. Gro\u00dfz\u00fcgigkeit, Hilfe f\u00fcr den N\u00e4chsten und sogar der Glaube selbst k\u00f6nnen leicht zu sichtbaren, messbaren und beklatschten Inhalten werden. Doch das Evangelium schl\u00e4gt einen radikal anderen Weg vor: eine stille, dem\u00fctige und verborgene N\u00e4chstenliebe, deren Wert nicht von menschlicher Anerkennung abh\u00e4ngt, sondern vom Blick Gottes.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Satz <strong>\u201elass deine linke Hand nicht wissen, was deine rechte tut\u201c<\/strong> geh\u00f6rt zu den tiefgr\u00fcndigsten Lehren Christi \u00fcber die Reinheit der Absicht, geistliche Echtheit und wahre N\u00e4chstenliebe. Er ist nicht nur ein moralischer Rat, sondern ein Aufruf zur inneren Umkehr.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In diesem Artikel werden wir seine historische, theologische und pastorale Bedeutung, seine heutige Relevanz sowie konkrete Wege untersuchen, wie wir ihn im Alltag leben k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\ud83d\udcd6 Der biblische Ursprung: eine radikale Lehre Jesu<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dieser Ausdruck stammt aus dem <strong>Evangelium nach Matth\u00e4us<\/strong>, innerhalb der Bergpredigt:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>\u201eWenn du Almosen gibst, so soll deine linke Hand nicht wissen, was deine rechte tut, damit dein Almosen im Verborgenen bleibt; und dein Vater, der ins Verborgene sieht, wird es dir vergelten.\u201c<\/strong> (Mt 6, 3\u20134)<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im selben Abschnitt warnt Christus auch vor dem Beten, um gesehen zu werden:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>\u201eUnd wenn ihr betet, sollt ihr nicht sein wie die Heuchler; denn sie beten gern in den Synagogen und an den Stra\u00dfenecken stehend, damit sie von den Menschen gesehen werden.\u201c<\/strong> (Mt 6, 5)<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hier prangert Jesus eine bleibende geistliche Versuchung an: gute Werke zu benutzen, um das eigene Ego zu n\u00e4hren.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Der historische Kontext: das Almosengeben im antiken Judentum<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Um die Radikalit\u00e4t dieser Lehre zu verstehen, m\u00fcssen wir ihren Kontext betrachten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Judentum des ersten Jahrhunderts gab es drei gro\u00dfe religi\u00f6se Praktiken:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>das Almosengeben<\/li>\n\n\n\n<li>das Gebet<\/li>\n\n\n\n<li>das Fasten<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sie waren grundlegende Ausdrucksformen der Fr\u00f6mmigkeit und der Gerechtigkeit. Das Almosengeben galt sowohl als religi\u00f6se als auch als soziale Pflicht. Einige jedoch praktizierten es \u00f6ffentlich, um Ansehen zu gewinnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jesus kritisiert weder das Almosengeben noch das \u00f6ffentliche Gebet an sich \u2014 die Kirche bewahrt beide \u2014, sondern vielmehr <strong>die verdorbene Absicht des Herzens<\/strong>: Gutes zu tun, um bewundert zu werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Revolution\u00e4re des Evangeliums besteht darin, den Mittelpunkt des religi\u00f6sen Lebens vom Sichtbaren ins Innere zu verlegen.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die tiefe theologische Bedeutung: Reinheit der Absicht<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">1. Wahre N\u00e4chstenliebe entspringt der Liebe, nicht der Anerkennung<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach der katholischen Theologie ist die N\u00e4chstenliebe eine g\u00f6ttliche Tugend: eine Teilhabe an der Liebe Gottes selbst.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der heilige Thomas von Aquin lehrt, dass der moralische Wert einer Handlung in erster Linie von ihrer Absicht abh\u00e4ngt. Wenn das Ziel pers\u00f6nlicher Ruhm ist, verliert die Handlung ihren \u00fcbernat\u00fcrlichen Wert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Lehre Christi verlangt:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>innere Lauterkeit<\/li>\n\n\n\n<li>echte Demut<\/li>\n\n\n\n<li>Losl\u00f6sung von menschlicher Anerkennung<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dass die linke Hand nicht wei\u00df, was die rechte tut, symbolisiert ein Herz, das so rein ist, dass es nicht einmal sich selbst gefallen will.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">2. Gott sieht das Herz<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dieser Satz enth\u00e4lt eine tiefe Theologie \u00fcber Gott:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Gott schaut nicht auf \u00e4u\u00dfere Erscheinungen.<\/li>\n\n\n\n<li>Gott sieht das Verborgene.<\/li>\n\n\n\n<li>Gott kennt die Absichten.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die g\u00f6ttliche Belohnung ist kein materieller Preis, sondern die Gemeinschaft mit ihm.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die christliche Spiritualit\u00e4t betont:<br><strong>Heiligkeit geschieht im Verborgenen.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">3. Der Kampf gegen geistliche Eitelkeit<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Kirchenv\u00e4ter erkannten hier eine subtile Gefahr: die <strong>geistliche Eitelkeit<\/strong>, die gef\u00e4hrlicher ist als offenkundige S\u00fcnde.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der heilige Johannes Chrysostomus warnte, dass selbst die heiligste Handlung verdorben werden kann, wenn sie Applaus sucht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese Lehre ist ein Heilmittel gegen:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>religi\u00f6sen Stolz<\/li>\n\n\n\n<li>geistlichen Narzissmus<\/li>\n\n\n\n<li>eine zur Schau gestellte Religiosit\u00e4t<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Beten, um gesehen zu werden: Religion als Schauspiel<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jesus kritisiert scharf jene, die beten, um bewundert zu werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das bedeutet nicht, dass \u00f6ffentliches Beten falsch w\u00e4re. Die Kirche feiert \u00f6ffentliche Liturgien, Prozessionen und gemeinschaftliches Gebet. Verurteilt wird vielmehr die Motivation:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>zu beten, um heilig zu erscheinen<\/li>\n\n\n\n<li>geistliche \u00dcberlegenheit zur Schau zu stellen<\/li>\n\n\n\n<li>gesellschaftliche Anerkennung zu suchen<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Echtes Gebet ist eine innige Begegnung mit Gott, kein theatralischer Akt.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die Gefahr einer Spiritualit\u00e4t als Selbstdarstellung<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Heute ist diese Warnung besonders aktuell:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Glaube als pers\u00f6nliche Marke<\/li>\n\n\n\n<li>Religiosit\u00e4t in sozialen Medien zur Schau gestellt<\/li>\n\n\n\n<li>N\u00e4chstenliebe als Inhalt inszeniert<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Evangelium schl\u00e4gt das Gegenteil vor: <strong>Intimit\u00e4t mit Gott vor menschlicher Sichtbarkeit<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die geistliche Dimension: verborgene N\u00e4chstenliebe formt die Seele<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Stille N\u00e4chstenliebe hat tiefgreifende Wirkungen:<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">\u2714 sie reinigt das Herz<\/h3>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">\u2714 sie befreit vom Ego<\/h3>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">\u2714 sie st\u00e4rkt die Demut<\/h3>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">\u2714 sie vereint die Seele mit Gott<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn niemand unsere Werke sieht, bleibt nur die Liebe.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und das verwandelt das Herz.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die Aktualit\u00e4t der Botschaft: ein Gegenmittel zur Kultur der Erscheinung<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nie war diese Lehre so aktuell wie heute.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir leben in einer Kultur, die gepr\u00e4gt ist von:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>st\u00e4ndiger Selbstdarstellung<\/li>\n\n\n\n<li>sozialer Best\u00e4tigung<\/li>\n\n\n\n<li>\u00f6ffentlicher Anerkennung<\/li>\n\n\n\n<li>Imagebildung<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Evangelium schl\u00e4gt eine stille Revolution vor: Gutes tun ohne Zeugen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dies stellt infrage:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>den Kult um das eigene Ich<\/li>\n\n\n\n<li>die Suche nach Zustimmung<\/li>\n\n\n\n<li>das Bed\u00fcrfnis nach sofortiger Anerkennung<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Praktische Anwendungen f\u00fcr den Alltag<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">1. Unsichtbare N\u00e4chstenliebe praktizieren<\/h3>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>helfen, ohne es anzuk\u00fcndigen<\/li>\n\n\n\n<li>spenden, ohne es zu ver\u00f6ffentlichen<\/li>\n\n\n\n<li>dienen, ohne Dank zu erwarten<\/li>\n\n\n\n<li>verborgene Opfer bringen<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Kleine t\u00e4gliche Handlungen haben einen enormen geistlichen Wert.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">2. Die eigene Absicht pr\u00fcfen, bevor man Gutes tut<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sich fragen:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Suche ich Gott oder Anerkennung?<\/li>\n\n\n\n<li>W\u00fcrde es mich st\u00f6ren, wenn niemand davon w\u00fcsste?<\/li>\n\n\n\n<li>W\u00fcrde ich dies tun, wenn es keinen Applaus g\u00e4be?<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese Pr\u00fcfung reinigt die N\u00e4chstenliebe.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">3. Das verborgene Gebet pflegen<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jesus lehrt:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eGeh in dein Zimmer, schlie\u00df die T\u00fcr und bete zu deinem Vater im Verborgenen.\u201c<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das geistliche Leben braucht R\u00e4ume, in denen Gott allein Zeuge ist.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">4. Innere Demut leben<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Demut bedeutet nicht Selbstverachtung, sondern:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>anzuerkennen, dass alles Gute von Gott kommt<\/li>\n\n\n\n<li>sich gute Werke nicht selbst zuzuschreiben<\/li>\n\n\n\n<li>keine geistliche Vorrangstellung zu suchen<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">5. Das Herz zur Verschwiegenheit erziehen<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die christliche Tradition sch\u00e4tzt das innere Schweigen:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>nicht mit Opfern prahlen<\/li>\n\n\n\n<li>sich nicht mit anderen vergleichen<\/li>\n\n\n\n<li>den Glauben anderer nicht verurteilen<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Pastorale Perspektive: eine Spiritualit\u00e4t der Echtheit<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aus pastoraler Sicht ruft diese Lehre zu einem reifen und authentischen Glauben auf.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Kirche schl\u00e4gt vor:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>ein tiefes inneres Leben<\/li>\n\n\n\n<li>\u00dcbereinstimmung zwischen Glauben und Leben<\/li>\n\n\n\n<li>konkrete und stille N\u00e4chstenliebe<\/li>\n\n\n\n<li>ein dem\u00fctiges Zeugnis<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Welt braucht Zeugen, keine religi\u00f6sen Schauspieler.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Das evangelische Paradox: verborgenes Gute verwandelt die Welt<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es gibt ein tiefes Paradox:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Was im Verborgenen geschieht, hat gr\u00f6\u00dfere geistliche Wirkung als das Sichtbare.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Warum?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Weil es das Herz verwandelt und an der reinen Liebe Gottes teilhat.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Heiligen haben die Welt durch verborgene Taten, stille Opfer und unsichtbare Liebe ver\u00e4ndert.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Eine letzte Einladung: vor dem Blick Gottes leben<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eLass deine linke Hand nicht wissen, was deine rechte tut\u201c ist eine Einladung, zu leben:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>vor Gott<\/li>\n\n\n\n<li>f\u00fcr Gott<\/li>\n\n\n\n<li>aus Gott heraus<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es bedeutet, von Religion als Erscheinung zum Glauben als Begegnung \u00fcberzugehen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es bedeutet zu entdecken, dass die wahre Belohnung nicht menschlicher Applaus ist, sondern die Vereinigung mit dem Vater, der ins Verborgene sieht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In einer Welt, die st\u00e4ndige Sichtbarkeit verlangt, schl\u00e4gt das Evangelium den revolution\u00e4rsten Weg vor: <strong>lieben, ohne gesehen zu werden<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und dort, im Verborgenen, beginnt wahre Heiligkeit.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir leben in einer Zeit, in der alles geteilt, ver\u00f6ffentlicht und zur Schau gestellt wird. 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