{"id":4937,"date":"2026-02-15T15:38:25","date_gmt":"2026-02-15T14:38:25","guid":{"rendered":"https:\/\/catholicus.eu\/de\/?p=4937"},"modified":"2026-02-15T15:38:25","modified_gmt":"2026-02-15T14:38:25","slug":"das-verbot-von-blumen-auf-dem-altar-die-strengen-aesthetischen-regeln-die-der-fastenzeit-sinn-gaben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/catholicus.eu\/de\/das-verbot-von-blumen-auf-dem-altar-die-strengen-aesthetischen-regeln-die-der-fastenzeit-sinn-gaben\/","title":{"rendered":"Das Verbot von Blumen auf dem Altar: Die strengen \u00e4sthetischen Regeln, die der Fastenzeit Sinn gaben"},"content":{"rendered":"\n<p>In einer Kultur, die an Farbe, L\u00e4rm und st\u00e4ndige visuelle Reize gew\u00f6hnt ist, mag es seltsam erscheinen, dass die Kirche so strenge Regeln f\u00fcr etwas scheinbar Einfaches wie Blumen auf dem Altar festgelegt hat. Doch \u00fcber Jahrhunderte hinweg war das Verbot \u2014 oder die starke Einschr\u00e4nkung \u2014 von Blumenschmuck auf dem Altar w\u00e4hrend der Fastenzeit nicht blo\u00df eine \u00e4sthetische Vorschrift, sondern eine tiefgehende geistliche P\u00e4dagogik.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese liturgische Disziplin ist weit davon entfernt, ein leerer Formalismus zu sein; sie bringt eine Theologie des Opfers, der Ent\u00e4u\u00dferung und der christlichen Hoffnung zum Ausdruck. Sie zu verstehen erm\u00f6glicht es uns, den wahren Sinn der Fastenzeit und ihren immensen geistlichen Reichtum f\u00fcr den heutigen Gl\u00e4ubigen neu zu entdecken.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Die geistliche Sprache der Sch\u00f6nheit in der Liturgie<\/h1>\n\n\n\n<p>Die Liturgie hat Sch\u00f6nheit niemals als etwas Nebens\u00e4chliches betrachtet. In der Tradition der Katholische Kirche bilden Kunst, Architektur, Musik und Schmuck einen Teil der Sprache, durch die das Geheimnis Gottes vermittelt wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Tempel lehrt.<br>Farben sprechen.<br>Die Stille predigt.<\/p>\n\n\n\n<p>Aus diesem Grund kann selbst das Fehlen sichtbarer Sch\u00f6nheit eine theologische Bedeutung tragen.<\/p>\n\n\n\n<p>Im liturgischen Kalender verwendet die Kirche sinnlich erfahrbare Zeichen \u2014 Farben, Musik, Bilder, Blumen \u2014, um die Gl\u00e4ubigen innerlich auf dem geistlichen Weg des christlichen Jahres zu f\u00fchren. Die asketische Strenge der Fastenzeit ist keine willk\u00fcrliche Entbehrung: Sie ist eine sichtbare Katechese \u00fcber die Umkehr.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Die Fastenzeit: Eine Zeit der Ent\u00e4u\u00dferung und der Bu\u00dfe<\/h1>\n\n\n\n<p>Die Fastenzeit entstand in den ersten Jahrhunderten des Christentums als Vorbereitung auf Ostern. Inspiriert von den vierzig Tagen des Fastens Christi in der W\u00fcste wurde sie zu einer Zeit der inneren L\u00e4uterung.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Evangelium offenbart die tiefe Bedeutung dieser Zeit:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>\u201eJesus wurde vom Geist in die W\u00fcste gef\u00fchrt, um vom Teufel versucht zu werden. Nachdem er vierzig Tage und vierzig N\u00e4chte gefastet hatte, bekam er Hunger\u201c (Mt 4,1\u20132).<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Die biblische W\u00fcste ist der Ort der Begegnung mit Gott, aber auch der Leere, der Stille und der Ent\u00e4u\u00dferung. Die Kirche bildet diese Erfahrung symbolisch nach durch:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Fasten und Abstinenz<\/li>\n\n\n\n<li>eine Reduzierung der liturgischen Feierlichkeit<\/li>\n\n\n\n<li>musikalische Stille (wie das Fehlen des Gloria)<\/li>\n\n\n\n<li>visuelle Schlichtheit in der Kirche<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>In diesem Zusammenhang entsteht die Einschr\u00e4nkung des Blumenschmucks.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Der historische Ursprung des Blumenverbots auf dem Altar<\/h1>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die Disziplin in der liturgischen Tradition<\/h2>\n\n\n\n<p>Schon in den fr\u00fchesten Zeiten des Christentums war der Gottesdienst der Fastenzeit durch gro\u00dfe N\u00fcchternheit gepr\u00e4gt. Obwohl sich konkrete Normen allm\u00e4hlich entwickelten, war das Prinzip klar: jede Form festlicher Freude zu reduzieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Mittelalter festigte sich die Praxis, w\u00e4hrend der Fastenzeit \u00fcberfl\u00fcssige Verzierungen zu entfernen, darunter:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Blumen auf dem Altar<\/li>\n\n\n\n<li>reichhaltige Dekorationen<\/li>\n\n\n\n<li>der \u00fcppige Einsatz von Musikinstrumenten<\/li>\n\n\n\n<li>\u00fcberm\u00e4\u00dfiger Schmuck<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Diese Tradition wurde sp\u00e4ter in der r\u00f6mischen Liturgie systematisiert und festgeschrieben, insbesondere nach den Reformen des Konzil von Trient, das den p\u00e4dagogischen und lehrm\u00e4\u00dfigen Charakter liturgischer Zeichen betonte.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die heutige liturgische Norm<\/h2>\n\n\n\n<p>Heute besteht diese Disziplin weiterhin, wenn auch in differenzierter Form in der Allgemeine Einf\u00fchrung in das R\u00f6mische Messbuch, die festlegt:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>W\u00e4hrend der Fastenzeit ist der Altarschmuck mit Blumen <strong>nur in ma\u00dfvoller Weise<\/strong> erlaubt.<\/li>\n\n\n\n<li>Jeder Anschein von Festlichkeit soll vermieden werden.<\/li>\n\n\n\n<li>Ausnahmen sind an Hochfesten, Festen und am vierten Fastensonntag (Laetare) gestattet.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Die Norm zielt nicht darauf ab, die Sch\u00f6nheit abzuschaffen, sondern sie dem bu\u00dffertigen Geist anzupassen.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Warum beschr\u00e4nkt die Kirche Blumen? Eine tiefe theologische Bedeutung<\/h1>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">1. Die P\u00e4dagogik der Leere<\/h2>\n\n\n\n<p>Der Mensch sch\u00e4tzt das Licht erst vollst\u00e4ndig, wenn er die Dunkelheit erfahren hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Kirche schafft bewusst einen Kontrast:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Weihnachten \u2192 F\u00fclle und sichtbare Freude<\/li>\n\n\n\n<li>Ostern \u2192 eine Explosion des Lebens<\/li>\n\n\n\n<li>Fastenzeit \u2192 Ent\u00e4u\u00dferung und Erwartung<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Das Fehlen von Blumen schafft eine konkrete geistliche Erfahrung:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>der Altar wirkt schlichter<\/li>\n\n\n\n<li>die Kirche erscheint n\u00fcchterner<\/li>\n\n\n\n<li>die Atmosph\u00e4re l\u00e4dt zur Innerlichkeit ein<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Diese \u00e4u\u00dfere \u201eLeere\u201c f\u00fchrt zur inneren Pr\u00fcfung.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">2. Sichtbare Bu\u00dfe<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Fastenzeit ist nicht nur eine unsichtbare innere Haltung; die christliche Tradition hat \u00e4u\u00dfere Zeichen der Bu\u00dfe stets gesch\u00e4tzt:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>leibliches Fasten<\/li>\n\n\n\n<li>die Asche<\/li>\n\n\n\n<li>die violette Farbe<\/li>\n\n\n\n<li>liturgische Schlichtheit<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Das Fehlen von Blumen erinnert daran, dass der Christ zu einer wirklichen, nicht nur symbolischen Umkehr berufen ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie der Prophet lehrt:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>\u201eZerrei\u00dft eure Herzen und nicht eure Kleider\u201c (Jl 2,13).<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Der schlichte Tempel l\u00e4dt dazu ein, das Herz zu zerrei\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">3. Die Erwartung von Ostern<\/h2>\n\n\n\n<p>Askese bereitet Freude vor.<\/p>\n\n\n\n<p>Ohne eine intensive Fastenzeit verliert Ostern seine Kraft.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn in der Osternacht die Kirche mit Licht, Blumen und Musik erf\u00fcllt wird, bringt der Kontrast sichtbar den Sieg Christi \u00fcber den Tod zum Ausdruck. Die vorherige Entbehrung macht die Erfahrung der Auferstehung voll verst\u00e4ndlich.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">4. Losl\u00f6sung vom Oberfl\u00e4chlichen<\/h2>\n\n\n\n<p>Das Verbot von Schmuck erinnert daran, dass der christliche Glaube nicht auf \u00c4sthetik, sondern auf dem Kreuz gr\u00fcndet.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Christentum vermeidet das Leiden nicht und verschleiert es nicht. Es geht durch es hindurch.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Liturgie der Fastenzeit erzieht den Gl\u00e4ubigen zu:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>innerer N\u00fcchternheit<\/li>\n\n\n\n<li>Freiheit gegen\u00fcber dem Konsumismus<\/li>\n\n\n\n<li>Losl\u00f6sung vom \u00c4u\u00dferlichen<\/li>\n\n\n\n<li>der Suche nach dem Wesentlichen<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Eine au\u00dferordentlich aktuelle Botschaft in einer Kultur, die von Erscheinung und \u00c4u\u00dferlichkeit gepr\u00e4gt ist.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Die Spiritualit\u00e4t der W\u00fcste auf den modernen Menschen angewandt<\/h1>\n\n\n\n<p>Die Tradition der Fastenzeit besitzt heute enorme Bedeutung.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir leben in einer Gesellschaft, die gepr\u00e4gt ist von:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Hyperkonsum<\/li>\n\n\n\n<li>digitaler \u00dcberstimulation<\/li>\n\n\n\n<li>\u00fcberm\u00e4\u00dfigem L\u00e4rm<\/li>\n\n\n\n<li>Angst vor der Stille<\/li>\n\n\n\n<li>Ablehnung des Opfers<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Die liturgische Schlichtheit antwortet prophetisch auf diese Situation.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Fehlen von Blumen erinnert uns daran, dass die Seele Stille, Raum und Reinigung braucht, um Gott zu begegnen.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Die symbolische Bedeutung der Blumen in der christlichen Tradition<\/h1>\n\n\n\n<p>Um das Verbot besser zu verstehen, m\u00fcssen wir die positive Bedeutung der Blumen in der Liturgie erfassen.<\/p>\n\n\n\n<p>Blumen symbolisieren:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>neues Leben<\/li>\n\n\n\n<li>geistliche Freude<\/li>\n\n\n\n<li>die Herrlichkeit Gottes<\/li>\n\n\n\n<li>die Sch\u00f6nheit der Sch\u00f6pfung<\/li>\n\n\n\n<li>die Auferstehung<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Deshalb ist ihre Abwesenheit w\u00e4hrend der Fastenzeit keine Geringsch\u00e4tzung, sondern Erwartung.<\/p>\n\n\n\n<p>Zu Ostern kehren die Blumen kraftvoll zur\u00fcck als sichtbares Zeichen des Sieges Christi.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Der Sonntag Laetare: Eine Pause in der Askese<\/h1>\n\n\n\n<p>Mitten in der Fastenzeit erscheint ein besonderer Moment: der vierte Sonntag, genannt \u201eLaetare\u201c (\u201eFreue dich\u201c).<\/p>\n\n\n\n<p>An diesem Tag:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>d\u00fcrfen Blumen freier verwendet werden<\/li>\n\n\n\n<li>kann die rosa Farbe benutzt werden<\/li>\n\n\n\n<li>wird die \u00f6sterliche Freude vorweggenommen<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Diese Unterbrechung der Bu\u00dfe zeigt das Gleichgewicht der christlichen Spiritualit\u00e4t: Bu\u00dfe ist niemals Verzweiflung, sondern Hoffnung.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Die \u00c4sthetik der Fastenzeit als geistliche Schule<\/h1>\n\n\n\n<p>Die katholische Tradition versteht, dass der K\u00f6rper die Seele erzieht. Das Sichtbare verwandelt das Unsichtbare.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Schlichtheit der Kirche lehrt den Gl\u00e4ubigen:<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">1. Opfer zu \u00fcben<\/h3>\n\n\n\n<p>Auf das \u00dcberfl\u00fcssige zu verzichten.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">2. Die Stille wiederzuentdecken<\/h3>\n\n\n\n<p>Auf Gott zu h\u00f6ren.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">3. Wahre Sch\u00f6nheit zu sch\u00e4tzen<\/h3>\n\n\n\n<p>Nicht die oberfl\u00e4chliche Erscheinung.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">4. Sich auf die Auferstehung vorzubereiten<\/h3>\n\n\n\n<p>Durch das Kreuz zu gehen.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Praktische Anwendungen f\u00fcr den heutigen Gl\u00e4ubigen<\/h1>\n\n\n\n<p>Diese alte liturgische Norm bietet sehr konkrete Lehren f\u00fcr das t\u00e4gliche Leben.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u201eFastenzeitliche \u00c4sthetik\u201c im eigenen Zuhause praktizieren<\/h2>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>\u00fcberfl\u00fcssige Dekoration reduzieren<\/li>\n\n\n\n<li>Wohnr\u00e4ume vereinfachen<\/li>\n\n\n\n<li>visuelle \u00dcberf\u00fclle vermeiden<\/li>\n\n\n\n<li>schlichte Orte des Gebets schaffen<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Die Umgebung beeinflusst den Geist.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Ein Fasten von Reizen praktizieren<\/h2>\n\n\n\n<p>So wie die Kirche den Schmuck reduziert, kann der Christ:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>soziale Medien einschr\u00e4nken<\/li>\n\n\n\n<li>\u00fcberm\u00e4\u00dfige Unterhaltung reduzieren<\/li>\n\n\n\n<li>die Stille pflegen<\/li>\n\n\n\n<li>M\u00e4\u00dfigung im Konsum \u00fcben<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Dies verwirklicht den Geist der Fastenzeit.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Den Sinn des Opfers wiederentdecken<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Schlichtheit des Altars erinnert daran, dass wahre Liebe Verzicht einschlie\u00dft. In einer Kultur, die das Opfer meidet, ist diese P\u00e4dagogik revolution\u00e4r.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Die Weisheit der Tradition neu entdecken<\/h1>\n\n\n\n<p>Viele heutige Katholiken betrachten diese Normen als nebens\u00e4chliche Details oder blo\u00dfe \u00e4sthetische Formalit\u00e4ten. Doch die liturgische Tradition enth\u00e4lt eine tiefe anthropologische und geistliche Weisheit.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Kirche versteht, dass der Mensch braucht:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>sichtbare Zeichen<\/li>\n\n\n\n<li>heilige Rhythmen<\/li>\n\n\n\n<li>leibliche Erfahrungen<\/li>\n\n\n\n<li>symbolische P\u00e4dagogik<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Das Verbot der Blumen ist keine Einschr\u00e4nkung, sondern ein Wegweiser zur Umkehr.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Das christliche Paradox: Die Sch\u00f6nheit der Ent\u00e4u\u00dferung<\/h1>\n\n\n\n<p>Das Christentum offenbart eine \u00fcberraschende Wahrheit: Es gibt eine Sch\u00f6nheit in Armut, Stille und Opfer.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Kreuz \u2014 das h\u00f6chste Zeichen des Leidens \u2014 wird zum gr\u00f6\u00dften Zeichen der Liebe.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Askese der Fastenzeit, selbst in etwas so Einfachem wie dem Fehlen von Blumen ausgedr\u00fcckt, verk\u00fcndet dieses Paradox: Nur wer sich entleert, kann von Gott erf\u00fcllt werden.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Schlussfolgerung: Wenn die Liturgie das Herz erzieht<\/h1>\n\n\n\n<p>Das Verbot oder die Einschr\u00e4nkung von Blumen auf dem Altar w\u00e4hrend der Fastenzeit ist keine unbedeutende \u00e4sthetische Regel, sondern eine tiefe geistliche Schule, die lehrt:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Umkehr<\/li>\n\n\n\n<li>Bu\u00dfe<\/li>\n\n\n\n<li>Hoffnung<\/li>\n\n\n\n<li>Losl\u00f6sung<\/li>\n\n\n\n<li>Vorbereitung auf Ostern<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>In einer Welt, die von Reizen \u00fcberflutet ist, bietet diese alte Disziplin ein dringendes geistliches Heilmittel: die Wiederentdeckung des Wertes von Stille, Opfer und Erwartung.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn wir diese Zeichen verstehen, h\u00f6rt die Liturgie auf, ein Regelwerk zu sein, und wird zu einem Weg innerer Verwandlung.<\/p>\n\n\n\n<p>Dann entdecken wir den wahren Sinn der Fastenzeit: das Herz zu leeren, damit Christus es mit neuem Leben erf\u00fcllen kann.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In einer Kultur, die an Farbe, L\u00e4rm und st\u00e4ndige visuelle Reize gew\u00f6hnt ist, mag es seltsam erscheinen, dass die Kirche so strenge Regeln f\u00fcr etwas scheinbar Einfaches wie Blumen auf dem Altar festgelegt hat. 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